Reisebericht Thailand 2002


Andere Reiseberichte
Endlich Urlaub! Nach einem Jahr der Enthaltsamkeit ging es am 31.10. von Frankfurt über Dubai nach Bangkok.

Bangkok:

Nach einem endlos langen Flug aus dem kalten Deutschland mussten wir in Bangkok erst einmal die Kleidung wechseln. Mit dem Airportbus ging es dann gleich zur Khaosan Road wo wir in der Umgebung ein Zimmer suchten. Das war rech schwierig, den es war schon spät und alle annehmbaren Zimmer belegt. Sind dann im Sawasdee Smile Inn untergekommen, was aber auch recht teuer war. Noch ein Chang Beer und dann nichts wie ins Bett. Morgens wurden wir in aller Frühe durch einen Riesen-Eiscrusher geweckt. Unter unserem Zimmer befand sich die "Fabrik" die das Eis für die Garküchen und Obstanbieter zerkleinerte.
Königspalast
Goldener Tempel
im Königspalast
Nach unserem ersten Banana Pancake, der von Freunden schon mehrfach empfohlen wurde, ging es dann zur Besichtigung des Königspalast. Der ganze Prunk war sehr beeindruckend. Die Fassaden sind teilweise mit Blattgold bedeckt. Dann ging es weiter zum Wat Po, wo wir uns den liegenden Buddha ansahen. Dieses Foto wird man bei jedem Bangkokreisenden finden. Im Wat Po gibt es eine Massageschule und eine Thai-Massage sollte man mal genießen.
Liegender Buddha
Liegender Buddha
Viele Griffe in der klassischen Massage gleichen der Thai, aber wenn ich so meine Patienten massieren würde kämen sie ungern wieder. Die Masseure sind mit ganzem Körpereinsatz dabei, dehnen quer und längs, mobilisieren und manipulieren und behandeln die Gelenke solange bis das sie mal geknackt haben. Teilweise ist es sehr schmerzhaft, aber im nachhinein ein angenehmes Gefühl, man fühlt sich federleicht. Eins steht fest, mit soviel Kraft könnte ich nicht den ganzen Tag behandeln.


Wir sind dann leichtfüßig nach China-Town gelaufen und ein bisschen durch die Straßen gebummelt. Bangkok ist eine sehr laute und hektische Stadt. Der Verkehr und der dazugehörige Smog war in China- Town besonders übel. Am Bahnhof haben wir uns ein Ticket für den übernächsten Tag nach Chiang-Mai gekauft und sind dann mit dem Bus zurück zu unserem Hotel.
Wat Po
Weiterer Tempel
im Wat Po
Am Bahnhof hatten wir etwa 5 Minuten vergeblich versucht uns vermeintliche "Schlepper" vom Hals zu halten.
Eriwanschrein
Eriwan-Schrein
Allerdings stellte sich heraus, dass die Leute vom sog. TAT-Reiseservice waren, die extra vom Staat beauftragt sind Reisenden in Thailand zu helfen (z.B. Bahnticketkauf). Am Bahnhof gibt es dann auch das TAT-Büro, wo wir sehr freundlich ( und umsonst) beraten wurden. Am Abend haben wir lecker gegessen und etwas zuviel Bier getrunken. Morgens, nach einer schlechten Nacht, ging es mit dem Bus zum Chatuchak Weekend Market. Ganz Bangkok wollte scheinbar dorthin. Kein Wunder, denn dort gibt es alles zu kaufen. Von Gartenartikel über Kleidung zu Lebensmitteln. Wir sind stundenlang rumgelaufen. Der Markt ist in verschiedene Zonen aufgeteilt und ab und zu findet man auch eine Karte. Nachdem wir fürs erste genug "Markt" hatten sind wir mit dem Skytrain zum Siam-Center gefahren. Haben uns noch den Eriwan Schrein angeschaut und sind noch durch das World Trade Center gebummelt. Ein Tuk-Tuk hat uns dann rasant nach Hause gebracht. Abends sind wir dann auf die Khaosan Road wo Daniel, der zuhause so ungern einkaufen geht, seine erste Einkaufslust befriedigte. Das Ergebnis: 3 T-Shirts und 2 Longsleeves!

Ayuthaya:

Am 4.11.02 haben wir uns das Wat in der Nähe der Khaosan- Road angeschaut und nahmen gegen Mittag den gebuchten Zug nach Ayuthaya. Nach ca. 1 Stunden fahrt in der Holzklasse erreichten wir unser heutiges Ziel.
Ayuthaya
Eine von vielen
Ruinen in Ayuthaya
Wir liehen uns Fahrräder aus, um schnell von einem Tempel zum nächsten zu kommen, denn dort gab es viel zu sehen. Unter anderem besichtigten wir das Wat Mahathat, Wat Raja Burana und das Wat Janasen. Tausende Fotos haben wir dort gemacht. Abends sind wir auf den Nachtmarkt gefahren und haben am Ufer eines Flusses gegessen und uns von Moskitos auffressen lassen.
Ayuthaya
Eingewachsener
Buddhakopf in
Ayuthaya
Um 23.38 ging unser Nachtzug nach Chiang Mai. Für jeden gab es ein extra Bett, entweder unten oder oben. Ich konnte in der Nacht nicht schlafen. Ob aus Angst das unser Gepäck wegkäme, oder durch das ruckartige Anfahren, oder aber durch das Bremsen was einem wie eine Notbremsung vorkam. Gegen Mittag kamen wir in Chiang Mai an!









Chiang Mai:

Nachtzug
Nachtzug
Wir mussten feststellen das der Ort ein sehr beliebtes Reiseziel ist, denn es war recht schwierig ein Zimmer zu finden. Überall wurden wir gefragt ob wir reserviert hätten. Wir kamen dann im Libra unter, aber leider nur für eine Nacht. Also meldeten wir uns direkt für den nächsten Morgen zum 2 Tage Trekking. Abends gingen wir noch über den berühmten Nachtmarkt und hätten uns am liebsten einen Container mit den schönen Sachen nach Deutschland geschickt. In aller Frühe wurden wir dann zum Trekking abgeholt und wir fuhren ca. eine Stunde südwestlich. Wir hielten kurz auf einem Markt, wo wir uns mit Wasser eindeckten und dann ging es zum Elefantenreiten. Daniel durfte als einziger hinter den Ohren des Elefanten sitzen, wir Anderen saßen auf dem Rücken auf einem Gestell. So durchquerten wir Flüsse und erklommen Berge. Bergrunter ist es schwer sich oben zu halten, aber wir haben die Stunde auf den "Riesen" gut überstanden. Danach gab es erst einmal Mittagessen und hätten wir gewusst was noch vor uns lag, dann hätten wir uns noch länger gestärkt. Wir liefen 2 Stunden mitten durch den Dschungel, very slowly :-), wie unser Führer behauptete. Es ging an einem Fluss entlang, wo es häufig sehr rutschig war bis wir zu einem Wasserfall kamen. Dort erfrischten wir uns in dem kalten Wasser, denn außer dem Guide hatten alle eine Dusche nötig. Nach 45 Minuten Badespaß ging der Fußmarsch für angeblich 45 Minuten weiter. Verwunderlich das wir schon nach 20 Minuten im Dorf der Karen ankamen. Scheinbar waren wir gar nicht so langsam. Abends zauberte unser Guide noch ein leckeres Abendessen, was wir uns mit so manchem Bier schmecken ließen. Mit unserer Internationalen und medizinisch gut ausgestatteten Gruppe (fast alle waren in sozialen Berufen tätig), hatten wir einen sehr lustigen Abend. Wir besuchten noch eine Familie im Dorf denen wir eher zaghaft Fragen stellten. Die Nacht war für mich schrecklich! Durch das viele Bier musste ich dringend zur Toilette, die allerdings etwas weiter von unserer Hütte entfernt mitten im Dunkeln lag. Ich hatte so schiss alleine zu gehen, dass ich Daniel so lange nervte bis das er mit mir ging. In der Nacht war es sehr kalt und wir hatten Glück das es genügend Decken gab.
Doi Suidep
Doi Suidep-Tempel
Nach dem Frühstück ging es mit der Hälfte der Gruppe Bergauf und Bergrunter zu einem Wasserfall. Der Rest nahm einen anderen Weg, da sie eine 3 Tage Trekking-Tour gebucht hatten. Am Wasserfall konnten wir wieder entspannen. Nach dem Mittagessen ging es zur letzten Etappe, dem Bamboo-Rafting. Man ist zu fünft auf dem Floß, ein dazugehöriger Steuermann, zwei sitzende, einer der das Gleichgewicht versucht zu halten und einer der von hinten stockert. Letzteres war bei uns Daniel. Er hatte auch wirklich keine leichte Aufgabe und gerade in dem Moment da die Gefahr außer reichweite schien, rutschte er aus und fiel samt Kleidung in das Wasser. Leider mussten wir etwas lange auf unseren Fahrer warten, so dass wir schon Angst hatten uns durch die Nasse Kleidung zu erkälten. Wieder im Hotel haben wir noch lecker gegessen und sind tot müde ins Bett gefallen. Am nächsten Morgen haben wir erst einmal ausgeschlafen, gegessen, Wäsche weggebracht und ein super lustiges Erlebnis beim Friseur gehabt. Daniel wollte sich seine langen Haare etwas stutzen lassen. Der ganze Salon hatte sich fast den Hals ausgerenkt um zu sehen wie einem "Farang" die Haare geschnitten wurden. Am Nachmittag fuhren wir noch mit einem Songrathew = Sammeltaxi zum Doi Suidep Tempel von wo wir die schöne Aussicht genossen.
Gebetsglocken
Gebetsglocken
Am 9.11. hatten wir uns zu einem Thai- Kochkurs im Eagle House angemeldet. Wir hatten Glück, den der ganze Kurs bestand nur aus 4 Teilnehmern und dem Lehrer. Zuerst gingen wir die Liste von Gerichten durch und suchten acht davon aus. Dann ging es zum Einkaufen in eine Markthalle. Unser Koch zeigte und erklärte uns die unterschiedlichen Gemüse-, Obst- und Gewürzsorten. Was wir noch nicht kannten kaufte er zum probieren für uns ein. Die Kokosmilch wurde ebenfalls frisch gekauft. In einer Garage wurden die Kokosstücke zerhackt und dann daraus die Milch gepresst. Voll beladen ging es dann zurück. Es wurde erst einmal alles klein geschnitten bevor jeder einen kleinen Gasherd zugeteilt bekam. Wir kochten bis um fünf Uhr jede Menge Gerichte ( unter anderem unsere Leibgerichte Red- und Green- Curry, Phattai und Süß- Sauer) die wir natürlich auch alle selbst aßen. Es ist kaum zu glauben wie viel man essen kann wenn es schmeckt! Abends verzichteten wir dann aber doch auf unser Essen. Wir schlenderten noch über den Nachtmarkt kauften eine Holzschüssel und endlich eine Schlafzimmerlampe.

Bangkok:

Luftbild
Flugbild kurz
nach Chiang Mai
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Flieger zurück nach Bangkok, um von dort einen Nachtbus nach Krabi zu nehmen. Wir hatten lange überlegt ob wir fliegen sollten, aber im nachhinein sind wir froh es so gemacht zu haben. Denn zwei mal 10 Stunden Fahrt waren uns zuviel, zumal wenn man nur 21 Tage Urlaub hat. In Bangkok lohnt es sich auch die Preise eines solchen Nachtbusses zu vergleichen. Wir nahmen einen in der Khaosan Road, was ohne größere Probleme funktionierte (Die Rucksäcke wurde bis zur Abreise aufbewahrt und wir konnten am selben Tag abends los fahren).



Krabi:

Ebbe bei Krabi
Ebbe bei Krabi
Relativ ausgeschlafen kamen wir in Krabi an und fanden auch gleich auf eigene Faust ein schönes Guesthouse, das "Chan-Cha Lay". Dort war es auf den Straßen recht ruhig und so trauten wir uns auch ein Moped auszuleihen.
Krabi Tiger Cave
Stufen beim
"Tiger Cave"-Tempel
Nach einigen Schwierigkeiten die Daniel mit dem Kickstarter hatte und wir uns dann wirklich sicher waren, dass das ganze Restaurant uns beobachtete, ging es dann zum Gastrop Fossil und von dort zum Ao Nang Beach. Beides ist nicht besonders sehenswert. Ao Nang ist die reinste Baustelle und außerdem recht teuer. Wir haben dann schlecht gegessen und sind dann vorbei an einem großen liegenden Buddha zu einem Kloster gefahren. Dort besichtigten wir die "Tiger Cave" und erklommen 1237 Stufen zu einem Aussichtspunkt. Aber das waren keine normalen Stufen, manche waren so hoch das man sich am Geländer hochziehen musste. Nach ca. einer halben Stunde kamen wir schweißgebadet und völlig erschöpft oben an. Man hatte eine tolle Aussicht so das es sich auf jeden Fall gelohnt hatte. Nur Buddhas Fußabdruck, der sich da oben befinden sollte haben wir nicht gefunden. In diesem Klosterbezirk Hab ich auch meine ersten freilebenden Affen gesehen und sogar berührt. Süß, aber die sind ganz schön frech!
Affe
Ohne Worte
Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Boot zum Railey East Beach, der so oft gelobte. Wir wissen nicht weshalb. Zugebaut und jede Menge Müll. Wir schauten uns die Diamond Cave an und gingen dann zum Phra Nang Beach. Der ist wirklich sehr schön, aber leider auch sehr voll. In einer Höhle kann man auch jede Menge Phallussymbole bewundern. Dann ging es ab ins Meer. Daniel sah beim Schnorcheln einen Tintenfisch und war wie immer nicht mehr aus dem Meer zu kriegen. Am 13.11.ging es organisiert mit dem Kanu durch die Mangrovensümpfe, die sich ca. eine Stunde von Krabi entfernt befinden. Wir sahen Schlammspringer, jede Menge Höhlen durch die wir paddelten und schauten uns etwas merkwürdige Höhlenmalereien an. Die sahen aus als ob irgendein "Besoffener" das da hingeschmiert hätte und die komischen Deutungen unseres Guides machten das ganze nicht glaubwürdiger. Mittags gab es ein leckeres Essen.
Mangroven
Mangroven
Nun wussten wir auch weshalb noch zwei einheimische Mädels mit uns unterwegs waren. Sie sorgten dafür das wir Sechs nicht verhungerten. Am Ende ging es noch mit dem Jeep zu einem glasklaren Bach der sich durch die Mangroven schlängelte. Wer wollte konnte schwimmen und das ließen wir uns nicht entgehen. Erfrischend kaltes Wasser und eine heftige Strömung zogen einem buchstäblich die (Trekking-) Schuhe aus. Allein dieser Bach machte den Ausflug lohnenswert. Schnorcheln stand am nächsten Tag auf dem Programm. Es ging mit einem Longtailboot zu den
Chicken Island
Hühnchenkopf
Chicken Islands (traumhaft), Ko Poda (wo es kleine beißende Fische gibt), zu einem Felsen im offenen Meer und zu dem uns schon bekannten Phrang Nang Beach.






Ko Lanta:

Ko Lanta
Last Beach
Am 15.11. brachen wir mit einem Fährschiff nach Ko Lanta auf. Nachdem wir uns von den zum teil super nervigen Schleppern befreit hatten, machten wir uns Gedanken ums Übernachten. In Krabi wurde uns von zwei Frauen das Last Beach Resort empfohlen und so gingen wir auf Ko Lanta angekommen zielstrebig zu dem dazugehörigen Jeep. Der wurde bis zum wirklich allerletzten Platz auf der Ladefläche mit Touris beladen. Mir wurde ein Platz im inneren des Wagens angeboten den ich zuerst nicht annehmen wollte, aber als sonst ebenfalls keiner rein wollte hab ich mich halt erbarmt. "You are the lucky one", sagte der Fahrer beim einsteigen. Als wir ankamen, nach circa einer Stunde fahrt und 100 Schlaglöchern über eine unbefestigte Straße mit rotem Sand, sah ich wirklich erholt aus. Ich hatte zwar eng gesessen, aber das Auto hatte sogar Klimaanlage. Die anderen hingegen saßen bzw. standen eine Stunde in der heißen Sonne und wurden von dem roten Sand bis in die hintersten Winkel paniert. Daniels T-Shirt mussten wir trotz professioneller Wäschen hinterher wegwerfen. Wie sich herausstellte nahmen die Herren von der Anlage zuviel Gäste mit, so viele Hütten standen gar nicht zur Verfügung. Zwei nette Mädels überließen uns das Zimmer und so konnten wir direkt zum Meer. Daniel hatte das Wasser auch bitter nötig.
Ko Lanta
Last Beach
Die Leute dort waren sehr freundlich, das Restaurant sehr liebevoll und originell .Das Essen schmeckte auch besonders gut, nur leider liegt die Anlage wirklich am "Arsch der Welt". Für Einsamkeitsfanatiker ein Traum. Wir hatten noch Glück, denn an diesem Abend stand noch Live-Musik auf dem Programm. Daniel war ganz begeistert von dem Gitaristen, da er so gut zupfen konnte. Wir schlürften noch einen Mai-Tai und gingen dann in unsere Hütte. Es war eine unruhige Nacht durch die ungewohnten Geräusche im Dschungel. Am nächsten Tag gingen wir lange spazieren. Wir wollten zum Nationalpark, der uns mit 200 Baht Eintritt aber doch zu teuer war. Wir fanden es schon seltsam Stunden spazieren zu gehen und außer ein paar Schmetterlingen kein einziges Tier zu Gesicht zu bekommen. Warum sollte das im Park anders sein, außer vielleicht zu den Fütterungen. Gegen Nachmittag fing es dann an zu regnen und an diesem Abend spielten wir uns wieder die Finger wund. Am 17.11. verließen wir schon wieder Ko Lanta, obwohl wir uns im nachhinein ein bisschen darüber ärgerten. Es ging zurück nach Krabi und von dort mit einem Minibus nach Khao Lak.

Khao Lak:

Khao Lak Unterkunft
Paradise Bungalow
Resort
Wir bekamen die letzte Hütte im "Paradise Bungalow Resort", was mit zu den teuersten Übernachtungen im Urlaub gehörte. Insgesamt ist dort alles etwas teurer. Am Morgen brachen wir zum Zentrum von Khao Lak auf. Das hieß erst einmal Fußmarsch an der Hauptstraße entlang. Das Zentrum hatte aber nicht wirklich was zu bieten und so gingen wir an den eher durchschnittlichen Strand zu den zahlreichen anderen Touristen schwimmen. Wieder zurück in unserem Resort fing es für den Rest des Tages und die ganze Nacht an zu regnen. Es stand auch nirgends im Reiseführer das in dieser Zeit ein kleiner Monsun über die Küstenregion zieht. Und wir glaubten schon Thailand wollte uns ,wie im vergangenen Jahr Mexiko, einfach loswerden.
Khao Lak Strand
Strand in Khao Lak
Am Morgen des 19ten gingen wir erst einmal am Strand entlang, sammelten Muscheln, frühstückten unterwegs und lagen dann den Rest vom Tag faul am Strand. Etwas produktives taten wir dann doch noch. Daniel baute aus Sand einen Hai, der gerade dabei war meine Beine zu fressen. Abends schauten wir uns den berühmten Sonnenuntergang von Khao Lak an und Daniel machte Hunderte von Bildern.
Khao Lak Sonnenuntergang
Na was wohl ?
Als wir abends zum essen gehen wollten, kamen wir am Adaman Resort vorbei. Das war schon eine Nummer luxuriöser als unsere Unterkunft. Dort fand wegen des Loy Kratong Festivals ein Buffet mit Tanz und Unterhaltungsprogramm statt. Letzteres war uns wirklich egal, aber das Buffet überzeugte uns. Es war für Thailand super teuer, aber was soll's wir hatten schließlich Urlaub. An diesem Abend haben wir sämtliche Kilos die wir in den 21/2 Wochen verloren hatten wieder zugenommen. Nach dem Essen kamen noch Thai- Tänzerinnen und es wurden noch Spiele gespielt. So finanzierten wir uns den Abend, denn jeder Teilnehmer bekam eine Dose Bier. Ich machte bei der "Reise nach Jerusalem" mit und Daniel musste Luftballons zertreten(das sah vielleicht doof aus). Später bekam jeder ein Blumengebinde auf dem sich eine Kerze und zwei Räucherstäbchen befanden. Damit gingen wir zu einer Meeresbucht und ließen sie dort zu Wasser.
Muschelsucher am Strand
Muschelsucher
So schickt man alles Böse von sich. Die Gebinde schafften es ganz schön weit und es war ein schöner Anblick mit den vielen Lichtern auf dem Meer. Am nächsten Morgen war der ganze Strand voll Überreste. Beim Schwimmen fanden wir sogar noch eins was die Nacht überlebt hatte Der letzte Tag am Meer neigte sich auch dem Ende zu und so ließen wir uns vor Sieben Uhr zum Zentrum bringen. Von dort sollte es mit dem Bus zurück nach Bangkok gehen. Gegen Halbacht sagte uns die Dame vom Reisebüro auf einmal das der Bus voll sei, aber sie würde uns im nächsten mitschicken. Genervt, aber immer noch kein Problem. Eine Stunde später sagte sie uns genau das selbe und dann fragten wir sie mal ob sie denn sicher sei das wir da mitkämen. Als sie darauf keine Antwort wusste erklärten wir ihr das wir bezahlt hätten und auf jeden Fall in dieser Nacht nach Bangkok müssten. Auf einmal herrschte ein heilloses durcheinander in dem Büro. Eine Dame lief im strömenden Regen mit einer Taschenlampe bewaffnet nach draußen und die andere suchte hektisch Geld zusammen.
Tankstelle in Khao Lak
Einmal Volltanken
bitte !
Wir sahen einen Bus der mit Lichtzeichen mittels der Taschenlampe zum stehen gebracht wurde. Es wurde lange diskutiert, uns wurde ein Zeichen gegeben und dann wurden wir samt unseren Sachen in einem Auto zum Bus gebracht. Wir bekamen getrennte Plätze, uns wurde eine gute Fahrt gewünscht, es wurde Geld getauscht und dann ging es los. Etwas mulmig war uns schon. Ob wir wohl im Bus nach Bangkok saßen oder ob wir unterwegs irgendwo rausgeschmissen wurden! Es klärte sich das der Bus nach Bangkok fuhr und nach der Ankunftszeit zu urteilen saßen wir auch in dem von uns gebuchten Bus. Weshalb es letztendlich doch noch klappte wissen wir nicht, aber das war uns dann auch egal. Es stellte sich dann noch heraus das man als Tourist für so eine Busfahrt zweiter Klasse locker das doppelte bezahlte aber das ist in Thailand normal und für uns Deutsche immer noch sehr günstig.

Und wieder Bangkok:

Bangkok: Auf dem Fluß
Fluß in Bangkok
Als wir am Morgen in BK an kamen war ich erleichtert, nicht zuletzt da die Dame rechts neben mir meinen Arm wieder freigab. Wir teilten uns ein Taxi mit einer Schweizerin und stellten so auch fest das man sich in BK am besten mit dem Taximeter fahren lässt. Der Festpreis lag doppelt bis dreifach so hoch. Dann nahmen wir ein Zimmer im "Thai-Thai", was wir als gar nicht so schlecht empfanden, denn es lag ruhig im Hinterhof. Später fuhren wir auf dem Klong zum indischen Markt, den wir als uninteressant empfanden (Tausende von Stoffbahnen) und dann ging es zurück in die Khaosan Road zum "Zwei Tage Dauershopping". Wir kauften T-Shirts, Blusen, Turnschuhe, Rucksack ,Gürtel , Rückenkratzer ,Holzschalen ,Kissen ,Platzdeckchen ,CDs und vieles mehr.
Typisches Longtailboot allerdings in Ayuthaya ;-)
Typisches Long-
tailboot
Daniel war nicht mehr zu stoppen. Zuhause ärgerten wir uns das wir nicht noch mehr mitgebracht hatten, denn schließlich stand Weihnachten vor der Tür. Am Abend gingen wir noch einmal lecker essen, sahen noch einen Elefanten durch die Khaosan-Road laufen und dann ging es gegen zehn mit dem Airportbus zum Flughafen. Da mussten wir noch mal Geld abheben da das von der Flughafengebühr (1000 Baht p.P.) ebenfalls nicht in unserem Reiseführer stand. Glück hatten wir dann aber auch noch, denn wir konnten unseren Flug umbuchen, so dass wir anstelle von 9 Stunden Aufenthalt in Dubai nur 3 hatten. Unser Flieger ging um 01.20 in der Nacht und um 16.30 waren wir schon wieder zu Hause. Jetzt heißt es wieder ein Jahr warten bis das es noch mal auf weite Reise geht....